

Ein Meilenstein für Schimpansen, Natur und Menschen
Im Jahr 2025 konnte das Team des Jane Goodall Instituts Senegal gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und mit Unterstützung aus Österreich beeindruckende Erfolge im Bereich der Wiederaufforstung und Agroforstwirtschaft erzielen.
Ein essenzieller Schritt zum Schutz des Lebensraums der Schimpansen und zur Stärkung der Ernährungssicherheit in den subtropischen Wäldern des Dindéfelo Hochlandes im Süd-Osten Senegals.
Die Natur unterstützen, sich selbst zu regenerieren
Das Wiederaufforstungsprogramm setzt auf Biodiversität statt Monokulturen. Insgesamt wurden über 28.000 Baumsetzlinge aus 39 verschiedenen Arten gepflanzt verteilt und zusätzlich über 200.000 Samen ausgesät. Unter den gepflanzten Bäumen befinden sich auch gefährdete Arten, die für das Ökosystem von entscheidender Bedeutung sind.
Bäume bieten Schutz & sind Lebensraum:
- Schutz der Schimpansen: Einerseits wurden die Bäume in den Kernhabitaten der Schimpansen gepflanzt, um diese Gebiete zu erhalten. Andererseits wurden durch die neu gepflanzten Bäume Korridore geschaffen, die Schimpansen-Gebiete verbinden und damit vergrößern.
- Regeneration von Wasserläufen: In mehreren Gebieten wurden Bäume entlang der Wasserläufe gepflanzt, um sie vom Austrocknen zu bewahren. Im Segou-Tal wurden dabei sogar über 2 km Galeriewald entlang vom Fluss renaturiert.

Einblicke in die Aufforstung in Dindéfelo:
Wiederaufforstung nach Bränden
Trotz Herausforderungen durch Buschfeuer konnten auf dem sehr heißen Hochplateau Wiederaufforstungen die Auswirkungen mindern. Zusätzlich wurden wichtige Schutzmaßnahmen wie Brandschutzstreifen geschaffen.


Ein Kernaspekt unserer Arbeit ist die Förderung der Eigenständigkeit der lokalen Bevölkerung. In 8 Baumschulen wurden Dorfbewohner:innen darin geschult, sowohl Wildbäume als auch Nutzpflanzen selbst zu ziehen. In 50 Dörfern haben wir mit der Bevölkerung über 100 Aktivitäten durchgeführt. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf Hilfe zur Selbsthilfe.“
– Federico Bogdanowicz, Leiter des JGI Senegal
Aktuelle Bilder zeigen, wie vielfältig Aufforstung im Projekt ist:



Hilfe zur Selbsthilfe – mit Baumschulen und Agroforstwirtschaft
Insgesamt nahmen 4.733 Menschen bei über 100 Aktivitäten und Veranstaltungen teil. Auch ein tolles Signal: der Frauenanteil lag bei 65%. Wir freuen uns über diese Erfolge:
- Eigenständige Lebensmittelversorgung: Insgesamt wurden 1,4 Millionen Samen für den Gemüseanbau bereitgestellt, um die lokale Nahrungsmittelversorgung zu verbessern.
- Wissenstransfer: Schulungen zur Nutzung von Meerrettichbaum (Moringa oleifera) und Straucherbse (Cajanus cajan) wurden abgehalten. Diese Pflanzen sind sowohl medizinisch wertvoll als auch nahrhaft.

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
Die Erfolge von 2025 übertrafen in vielen Bereichen die gesetzten Erwartungen. Jeder gepflanzte Baum und jede geschulte Person ist ein Gewinn für die Schimpansen, die Menschen und ihre gemeinsame Umwelt.
Dank einer Vielzahl an Spenden konnten wir mit 20.000 € im Jahr 2025 einen wesentlichen Beitrag für dieses Projekt leisten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Bitte helfen Sie uns weiterhin den Wald und damit die Grundlage für die Schimpansen und Menschen im Senegal zu schützen!
Fotos: JGI Senegal
