
Grüne Hoffnung 2.0
Schimpansen, Obst & Feuerschutz
Wie Aufforstung Menschen stärkt und die Vielfalt der Natur bewahrt.

Mehr als nur Aufforstung
Im Südosten Senegals liegt das Dindefelo-Hochland, wo sich auch das von 12 Dörfern umfasste Dindefelo Community Nature Reserve (DCNR) befindet. Gemeinsam mit dem Jane Goodall Institute Senegal werden wichtige Schimpansenlebensräume innerhalb des Reservats aufgeforstet, Obstbäume gepflanzt sowie lebende Zäune und Feuerschutzzonen errichtet. Nachdem das Projekt „Grüne Hoffnung“ 2026 endete, werden im Nachfolgeprojekt bis 2028 noch mehr Gebiete erreicht um die Lebensräume für Schimpansen und weitere Arten langfristig zu bewahren.
Senegal
Dindéfelo Hochebene
2026 – 2028
Projektzeitraum
55.000
Setzlinge
Ziele
Das Projekt soll dazu beitragen, den Lebensraum der letzten Schimpansen zu bewahren, die Region besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu stärken.

Errichtung von Pufferzonen & Vermeidung von Mensch-Wildtierkonflikten

Wissenstransfer zu nachhaltiger Agroforstwirtschaft

Präventiver Brandschutz
Was bisher geschah
- Zwischen 2024 und 2026 haben wir um die Gemeinden Dindefelo and Dakateli in der Region Kédougou über 50.000 Baumsetzlinge gepflanzt.
- 200 Personen haben wir im Betrieb von 8 lokalen Baumschulen ausgebildet.
- Zusätzlich haben wir in der von Waldbränden stark betroffenen Region zahlreiche Aktivitäten, Analysen und praktische Maßnahmen zur Brandverhütung durchgeführt.
- Um die Entnahme junger Bäume aus der Natur für den Bau von Zäunen um Anbauflächen zu vermeiden, haben wir „lebende Zäune“ aus Pflanzen gezüchtet.

Auf diesen Aktivitäten baut nun unsere Vision für den Schutz des Dindefelo-Hochlandes auf, indem viele der letzten Schimpansen Senegals leben.
Die letzten Schimpansen Senegals
Das auf einem Hochplateau gelegene Areal zählt zu den abgelegensten Gebieten Senegals mit wenigen Wirtschaftsressourcen. Abholzung und der Verlust des Lebensraums bedrohen das Überleben zahlreicher Wildtiere, unter ihnen der höchst gefährdete westafrikanische Schimpanse. Kaum mehr als 500 Tiere dieser Schimpansenunterart leben noch im Senegal.
Das Projekt geht in die nächste Runde
Zusätzlich zu den bisherigen Projektgemeinden des Projekts „Grüne Hoffnung“ werden die Aufforstungsmaßnahmen und weitere Aktivitäten auf die Gemeinden Bandafassi, Dimboli und Fongolimbi ausgeweitet. Ziel der Maßnahmen ist es auch hier, die Lebensräume der Schimpansen zu verbessern, Mensch-Wildtier-Konflikte zu reduzieren und die Bevölkerung bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels, etwa zunehmender Waldbrandgefahr, zu unterstützen. Insgesamt werden mindestens 55.000 Bäume gepflanzt.


All das schafft Aufforstung
- Schimpansenhabitate renaturieren
Mindestens 12.000 Bäume werden an insgesamt 17 Standorten gepflanzt, um Schimpansenhabitate wiederherzustellen und miteinander zu verbinden. Bei den Bäumen handelt es sich vor allem um Arten, die Schimpansen Nahrung bieten. Doch auch andere Primaten wie Paviane und Husarenaffen profitieren davon. Durch die Stärkung ihrer Nahrungsgrundlagen werden Konflikte mit Menschen reduziert, da die Tiere weniger Anlass haben, bis in Siedlungsgebiete vorzudringen. - Gefährdete Baumarten zurückbringen
Zusätzlich werden 6.700 Setzlinge gefährdeter Baumarten gepflanzt. Diese Arten sind durch langfristige Übernutzung in einigen Gebieten bereits ausgestorben. - Lebende Zäune fördern
75.000 Samen werden über Workshops an die Bevölkerung verteilt. Dabei wird gezeigt, wie Zäune für Gärten und Äcker aus lebenden Pflanzen gezogen werden können. Genutzt wird dabei Jatropha curcas, eine robuste und wiederstandsfähige Heckenpflanze. So wird die Abholzung junger Bäume für den Zaunbau reduziert und der Druck auf die Wälder verringert. - Baumschulen stärken
In einem mehrjährigen Trainingsprogramm nehmen über 5.000 Menschen an Workshops zur Anlage und Pflege von Baumschulen und Nutzgärten teil. So wird lokales Wissen gestärkt und die Bevölkerung dabei unterstützt, selbst Bäume heranzuziehen. Insgesamt sollen dabei 28.400 Bäume herangezogen und gepflanzt und anschließend verteilt und gepflanzt werden werden. - Ernährung und Böden verbessern
Über 315.000 Samen werden verteilt und Schulungen zum Anbau und Nutzung von Moringa oleifera, Cajanus cajan und Vigna unguiculata durchgeführt. Diese drei Nutzpflanzen sind besonders gut an die hohen Temperaturen und die kürzer werdenden Regenzeiten angepasst. - Ernährungssicherheit stärken
Bis Ende 2028 werden knapp 800 Menschen mit Obstbäumen versorgt, die in den Hausgärten gepflanzt werden. Unser ganzheitlicher Blick auf den Lebensraumschutz sieht vor, dass die Bevölkerung Ernährungssicherheit braucht. Nur so kann die Übernutzung der Wälder verhindert werden!

Pflanzen Sie Hoffnung auf eine gute Zukunft
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Du kannst etwas verändern – jeden Tag und zu jeder Zeit!
Dr. Jane Goodall