
Sauberes Wasser, sichere Sanitäranlagen und neue Chancen für Mädchen
Im Zeitraum Jänner bis Juni 2026 hat das Jane Goodall Institute Uganda das Girls’ Empowerment Program mit Unterstützung von JGI Austria sowie weiteren Partnerorganisationen in mehreren Distrikten Ugandas weitergeführt.
Ziel des Programms ist es, Mädchen im kritischen Übergang zur Jugend zu stärken, ihre Schulteilnahme und ihren Verbleib in der Schule zu ermöglichen und frühen, ungewollten Teenagerschwangerschaften entgegenzuwirken.
Warum dieses Programm so wichtig ist
Mädchen brechen aus unterschiedlichen Gründen die Schule ab: fehlende Hygieneartikel, mangelnde Sanitäranlagen, Armut, soziale Erwartungen oder frühe Schwangerschaften. Genau deshalb setzt das Programm bewusst auf einen integrierten Ansatz: Menstruationsgesundheit (MHM), sexuelle und reproduktive Gesundheit (SRH), gendergerechte Schul-Infrastruktur sowie wirtschaftliche Stärkung von Frauen in den Communities greifen ineinander.
Fortschritte im letzten Halbjahr:
- Mehr Wasser an Schulen – durch Regenwassernutzung: Ein zentraler Schritt für Hygiene, Gesundheit und Menstruationshygiene ist zuverlässiger Zugang zu Wasser. JGI Austria hat im ersten Halbjahr 2026 die Errichtung von Regenwasser-Sammeltanks an Schulen finanziert. An der Bwera Primary School wurde ein 10.000-Liter-Regenwassersammelsystem installiert und in Betrieb genommen. Dadurch steht Wasser für Händewaschen, Sanitärbereiche und Menstruationshygiene zuverlässig zur Verfügung. Das Wassersystem wird aktuell von 418 Schüler:innen genutzt.
- Ausstattung für Schneiderei & wiederverwendbare Hygieneartikel: Damit Mädchen langfristig bessere Chancen auf Bildung haben, braucht es auch Stabilität im Umfeld. Weitere Nähmaschinen, Schneidereiausrüstung sowie Materialien für die Herstellung wiederverwendbarer Damenbinden konnten angeschafft werden.
- Vorbereitung der nächsten Programmphase: Peer Educators & Trainings: Parallel dazu wurden an mehreren Schulen Peer-Educator-Gruppen sowie Senior Women Teachers mobilisiert und Trainings inhaltlich vorbereitet. Im nächsten Halbjahr folgen Schulungen zu Themen wie Pubertät, Menstruationshygiene, Frauengesundheit, Leadership und zur Herstellung wiederverwendbarer Binden.
- Stärkere Gruppen in den Communities: In mehreren Distrikten wurden Frauengruppen gebildet bzw. gestärkt und in Themen wie Gruppenorganisation, Leadership, Spar- und Dokumentationspraxis begleitet. Diese „Basisarbeit“ ist entscheidend, damit wirtschaftliche Aktivitäten später nachhaltig funktionieren.



Jedes Mädchen soll die Chance haben, zur Schule zu gehen, zu lernen und selbst über seine Zukunft zu entscheiden. Was für uns selbstverständlich klingt – sauberes Wasser, ein sicherer Sanitärbereich oder die Möglichkeit, über die eigene Gesundheit zu sprechen – kann für ein Mädchen in Uganda einen entscheidenden Unterschied machen. Genau hier setzt unsere Unterstützung an.“
– Diana Leizinger, Geschäftsführerin JGI Austria
Blick nach vorne: Juli–Dezember 2026
Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Aktivitäten geplant: Trainings werden durchgeführt, Material wird ausgegeben, und Geräte in Betrieb genommen. Damit soll das, was im ersten Halbjahr aufgebaut wurde, in konkrete Verbesserungen im Alltag von Mädchen, Schulen und Familien übergehen.

Sie möchten junge Mädchen in Uganda unterstützen ihren Weg zu gehen?
Jeder Beitrag — ob groß oder klein — hilft, dass Mädchen in Uganda mit mehr Würde, Sicherheit und Perspektive lernen können.
Fotos: JGI Uganda
