Die letzten wilden Schimpansen sind in Gefahr

Die letzten wilden Schimpansen sind in Gefahr
18. Mai 2021 Doris Schreyvogel

Im Senegal, genauer gesagt im südwestlichen Dindefelo Naturreservat, leben nur noch 500 Westafrikanische Schimpansen in freier Wildbahn. Durch den kontinuierlichen Verlust ihres Lebensraumes und die wieder vermehrte illegale Jagd auf „Bushmeat“, sogenanntes Wildfleisch, sind auch sie in Gefahr. Die Menschenaffen sind akut vom Aussterben bedroht.

„Lasst uns Respekt zeigen füreinander, für alle anderen fühlenden Wesen und für
Mutter Natur.

Für das Wohlergehen unserer Kinder und der ihren, für die Gesundheit dieses wunderschönen Planeten Erde, unserer einzigen Heimat.“

 

Dr. Jane Goodall

Der Lebensraum der Schimpansen in Senegal wird zerstört

Es geht um die letzten 500

Im Südwesten in Kedougou lebt diese höchst gefährdete Unterart (Pan troglodytes verus) mit kaum mehr als 500 Individuen. Die Heimat der letzten wilden Schimpansen – die Savannen und der Tropenwald im Dindefelo Naturreservat – wird in Ackerland, Plantagen und Siedlungen umgewandelt. Straßen, Dämme und Stromleitungen zerschneiden die Landschaft in Teilstücke, deren Grenzen die Tiere vom Umherwandern abhalten.

Schutz der Schimpansen

Aufgrund der Corona Pandemie mussten seit April 2020 die Forschungsaktivitäten im Schutzgebiet eingestellt werden. Monatelang konnten die Primaten nicht überwacht werden. Ohne die ständige Präsenz der Forscher:innen und Ranger im Reservat haben Wilderei und illegale Rodungen stark zugenommen. Jetzt setzen unsere Feldassistent:innen im Kampf dagegen sehr erfolgreich Kamerafallen ein.

Kampf gegen Wilderei

Wilderer können mithilfe der Kamerafalle identifiziert und vor einer weiteren grausamen Tat aufgehalten werden.

Doch wir benötigen noch mehr Überwachungsgeräte , um die Schimpansen besser schützen zu können!

Leider reicht die Anzahl der aktuellen Kameras nicht aus, um alle Wilderer erfolgreich aufspüren zu können!

Mehr dazu erfahren Sie HIER

Friedliche Koexistenz ist möglich

Auch im Senegal fördert das JGI-Team die Bildung junger Menschen und versucht die Bevölkerung rund um die Schutzgebiete für die Natur und die Schimpansen zu sensibilisieren. Ein intakter Wald ist für alle Lebewesen überlebenswichtig – auch für uns Menschen. Gemeinsam mit den Bewohner:innen der umliegenden Dörfer, setzen wir uns für Wiederaufforstung und nachhaltige Landwirtschaft ein. Denn Umweltschutz funktioniert nur, wenn die lokale Bevölkerung aktiv daran teilnimmt sowie Chancen auf Alternativen und eine bessere Lebensweise hat.

Auch Menschenaffen können an COVID erkranken

Seit das Corona-Virus in Afrika grassiert, müssen unsere Feldassistent:innen einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern zu den Tieren einhalten, um sie nicht zu gefährden. Dank der neuen Kamerafallen können die Schimpansenfamilien trotz Abstand weiterhin gezielt erforscht, überwacht und beschützt werden.

 

So hilft Ihre Spende in Kedougou:

  • 320 Euro für eine komplette Kamera
  • 32 Euro wenn 10 Personen für eine Kamera spenden

Die Jane Goodall Institute befürworten keine Handhabung oder Nähe zu Wildtieren. Diese Bilder entstanden in einer JGI-A Schutzstation und zeigen ausschließlich ausgebildete Fachkräfte mit ihren Schützlingen.