

Gemeinsam für den Schutz der letzten Westlichen Schimpansen
Die Westlichen Schimpansen sind vom Aussterben bedroht. Zwischen 1990 und 2014 ist die Population um 80 % zurückgegangen. Umso wichtiger ist es jetzt wirksame Maßnahmen zum Schutz der Schimpansen und ihres Lebensraums zu ergreifen. In der Region Kédougou in Senegal setzt sich das Jane Goodall Institute im Naturreservat von Dindéfelo für eine hoffnungsvolle Zukunft der Schimpansen ein.
Forschung als Fundament des Schutzes
Dank der großzügigen Hilfe aus Österreich und finanziellen Unterstützung des Jane Goodall Institute Austria wurde der Bestand der ansässigen Schimpansenpopulation erforscht. Bedeutende Erkenntnisse sowohl über den Gesundheitszustand und die Demografie der Gruppen als auch über potentielle Gefährdung sowie Mensch-Tier-Konflikte wurden gewonnen.
Unsere Teams vor Ort leisten unter anspruchsvollen Bedingungen essenzielle Arbeit:
- In über 4.800 Feldstunden legten die Assistent*innen knapp 5.000 Kilometer zurück, um Daten über das Verhalten und die Verbreitung der Schimpansen zu sammeln.
- Mit modernster Technik, wie Kamerafallen und bioakustischen Studien, beobachten wir die Schimpansen, ohne sie in ihrem natürlichen Verhalten zu stören.
- Dabei gelang uns auch der Nachweis des seltenen westafrikanischen Leoparden – ein Erfolg, der zeigt, wie wertvoll dieses Ökosystem für die gesamte Biodiversität ist.

Einblicke in die Arbeit in Dindéfelo:
Ein Erfolg für die Natur – und die Menschen
Unsere Arbeit wirkt auch auf politischer Ebene. Durch die wissenschaftlichen Daten des JGI konnte 2025 die Genehmigung einer Bergbaukonzession im Schutzgebiet verhindert werden. Gleichzeitig schaffen wir in dieser wirtschaftlich benachteiligten Region durch Wiederaufforstung und nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung neue Beschäftigungsmöglichkeiten und tragen zu einer klimaresilienten Zukunft bei.

Die Herausforderungen für dieses Jahr sind groß. Besonders der Bau von Tiefbrunnen ist essenziell, um den Menschen sauberes Trinkwasser zu garantieren und gleichzeitig den Lebensraum der Schimpansen zu schützen. Wir sind sehr froh über die Hilfe aus Österreich.“
– Federico Bogdanowicz, Leiter des JGI Senegal
Aktuelle Bilder der Kamerafallen zeigen die Aktivitäten der Wildtiere:

Hiila, eine Schimpansin, und ihr im September 2024 geborenes, weibliches Junges namens Haako (Jänner 2025)

Ein Leopard (Panthera pardus) im Naturreservat (Dezember 2025)

Schimpansin Madji und ihr Sohn Maana genau ein Jahr nach dessen Geburt (März 2025)
Herausforderungen 2026
Neben dem Bau von Tiefbrunnen für sauberes Trinkwassser und dem Schutz des Lebensraumes sollen Wiederaufforstungen stattfinden und eine nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen gefördert werden. Aber auch die technische Ausstattung für die biologischen Erhebungen der Schimpansen muss verbessert werden, um ausschlaggebende Informationen für die richtigen Schutzmaßnahmen zu gewinnen.
Mit Ihrer Unterstützung können wir den Bau von Tiefbrunnen ermöglichen, die Lebensbedingungen der Gemeinden verbessern, den Druck auf die natürlichen Wasserstellen reduzieren und den Lebensraum für Menschen und Wildtiere vergrößern.
Schenken Sie Hoffnung – für die Schimpansen im Senegal, für die Natur und für die lokale Bevölkerung. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Fotos: JGI Senegal
