
Für mehr Lebensraumschutz und bessere Perspektiven
Gute Nachrichten aus dem Senegal: Wir führen unser Projekt „Grüne Hoffnung“ bis 2028 fort und werden es auf weitere Gemeinden im Südosten Senegals ausweiten.
Damit setzen wir uns kontinuierlich für den Schutz der letzten Schimpansen des Landes und für eine nachhaltige Zukunft der lokalen Bevölkerung ein.
Das Projekt wächst weiter
Im Südosten Senegals liegt das Dindefelo-Hochland, ein empfindliches Ökosystem und eine wichtige Heimat der letzten westafrikanischen Schimpansen des Landes. Hier setzt sich das Jane Goodall Institute gemeinsam mit der Bevölkerung für den Schutz ihrer Lebensräume ein. Durch Aufforstung, nachhaltige Agroforstwirtschaft und Maßnahmen zur Brandverhütung sichern wir das Bestehen dieser Landschaft und verbessern zugleich die Lebensbedingungen der Menschen langfristig.
Ein Perspektive die Hoffnung macht:
- „Grüne Hoffnung“ wird um 2 Jahre verlängert.
- Bis Ende 2028 werden die Maßnahmen auf weitere Gemeinden ausgeweitet.
- Insgesamt sollen mindestens 55.000 Bäume gepflanzt werden.
- Im Mittelpunkt stehen die Wiederherstellung und Vernetzung von Schimpansenlebensräumen und der Schutz gefährdeter Baumarten sowie die Förderung lokaler Baumschulen.
- Gleichzeitig wird die Bevölkerung dabei unterstützt, sich besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen, die Ressourcen des Waldes schonender zu nutzen und ihre Ernährungssicherheit zu stärken.


In den vergangenen Monaten haben wir mehr als 14.700 Obstbäume und Nutzpflanzen herangezogen und verteilt. Seit Beginn der Regenzeit im Juli werden die Setzlinge an Familien in 26 Dörfern in vier Gemeinden der Region Kédougou ausgegeben. Insgesamt profitieren mehr als 3.700 Menschen von dieser Initiative.“
– Diana Leizinger, Geschäftsführerin JGI Austria
Über 14.700 Obstbäume für Mensch und Natur
Das Saatgut für die Obstbäume sammelt unser Agroforstwirtschafts-Team das ganze Jahr über. Ein Teil wird in zwei eigenen Baumschulen in der Gemeinde Dindefelo ausgesät. Der Rest wird an acht Baumschulen in der Region verteilt, die von lokalen Frauenteams betrieben werden. Dort ziehen sie die jungen Pflanzen mit unserer Unterstützung groß. Die Samen keimen in biologisch abbaubaren Säcken mit Komposterde. Bis die Setzlinge zu Beginn der Regenzeit ausgepflanzt werden können, werden sie sorgfältig bewässert und gepflegt.
- 17 Pflanzenarten kommen zum Einsatz, darunter Orangen-, Zitronen-, Mango-, Guaven- und Papayabäume sowie nährstoffreiche Nutzpflanzen wie Moringa und Straucherbsen.
- Ihre Früchte, Samen und Blätter liefern wichtige Vitamine, Proteine und Mineralstoffe.
- Gleichzeitig eröffnen sie der Bevölkerung neue Einkommensmöglichkeiten und tragen dazu bei, die Ernährung langfristig zu sichern.

Frauen stärken und Lebensräume schützen
Die acht von Frauengenossenschaften betriebenen Baumschulen spielen eine zentrale Rolle bei der Aufzucht und Verteilung der Setzlinge. Die Frauen erhalten von uns Saatgut, Schulungen und fachliche Unterstützung. In Dörfern mit einer solchen Baumschule werden die Setzlinge zunächst an die Mitglieder der Baumschulen selbst und Bewohner:innen verteilt. Die übrigen Pflanzen kaufen wir den Betreiber:innen der Baumschulen ab, um sie auch in Dörfer zu bringen, in denen es keine eigene Baumschule gibt. So entstehen zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für die Frauen, während gleichzeitig mehr Familien von den Obstbäumen profitieren.
Nach der Verteilung pflanzen die Familien die Setzlinge auf ihren Feldern und rund um ihre Häuser und kümmern sich um deren Pflege. Die Wirkung der Bäume geht dabei weit über ihre Früchte hinaus:
- Sie spenden Schatten, verbessern die Bodenqualität, halten Feuchtigkeit im Boden und binden CO₂.
- Zugleich entlasten sie den Druck auf die umliegenden Wälder.
- Familien, die eigene Obstbäume und Nutzpflanzen anbauen können, sind sie weniger auf wild wachsende Früchte und andere Ressourcen aus den Wäldern angewiesen, die auch den Schimpansen als Lebensraum dienen.
- So stärkt das Projekt sowohl die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung als auch den Schutz der bedrohten Schimpansen und ihrer Lebensräume.

Gemeinsam Hoffnung pflanzen
Unsere Arbeit zeigt immer wieder, wie eng Naturschutz und die Lebensqualität der Menschen miteinander verbunden sind. Mit der Fortführung des Projekts bis 2028 bauen wir auf den erreichten Fortschritten auf und schaffen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung die Grundlage für weitere Veränderungen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützer:innen, die diese wichtige Arbeit ermöglichen. Gemeinsam tragen wir Jane Goodalls Vision weiter: Für eine Zukunft, in der Menschen mit Wildtieren und der Natur möglichst nachhaltig und im Einklang zusammenleben können.

Sie möchten helfen, den Menschen und Wald im Senegal zu stärken?
Mit einer Baumpatenschaft für nur 18,- Euro helfen Sie dabei!
Fotos: JGI Senegal
