
Ein zukunftsweisendes Projekt geht zu Ende – doch das ist erst der Anfang
Mit Stolz blicken wir auf den Abschluss des EERCAP-Programms (Environmental Education, Reforestation, and Climate Change Adaptation Programme) zurück.
In den letzten drei Jahren haben wir gemeinsam mit dem JGI Uganda Schulen in lebendige Zentren des Natur- und Klimaschutzes verwandelt und eine neue Generation von „Umweltschützer:innen“ ausgebildet.
Schüler:innen auf den Spuren von Jane Goodall
Jane Goodall sagte: „Eine große Kraft entsteht, wenn junge Menschen beschließen, etwas zu verändern. Sie haben Macht und die Zukunft des Planeten in ihrer Hand.“ In den Regionen Masindi, Kikuube und Rubirizi haben 1016 Schüler:innen von 24 Schulen diesen Spruch in die Tat umgesetzt.
Im Rahmen des Projekts befassten sich die Kinder mit Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz sowie mit Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren. Von der Anzucht kleiner Setzlinge bis hin zur Analyse komplexer Wetterdaten haben die Schüler:innen gezeigt, dass sie bereit sind, die Verantwortung für ihren Planeten zu übernehmen.
Das Projekt bestand aus 3 wichtigen Bereichen:
1. Aufforstung und grüne Kompetenz
Die Schüler:innen lernten nicht nur, wie man Bäume pflanzt, sondern auch wie man ein Ökosystem nachhaltig erhält.
- Im gesamten Projektverlauf (2022–2025) wurden 44.956 Bäume gepflanzt.
- Allein in der letzten Phase des Projekts (April–Oktober 2025) wurden 19.259 Setzlinge verteilt und damit das Ökosystem aufgewertet.
- In jeder der 24 Schulen wurden dauerhaft Baumschulen etabliert. Dort werden über den den Projektzeitraum hinaus Setzlinge produziert.
2. Dem Klimawandel auf der Spur
Durch die Installation von drei Mikro-Wetterstationen in den Regionen Masindi, Kikuube und Rubirizi können die Kinder nun in Echtzeit Wetterdaten erheben und so mehr über Wetter und Klima lernen.
- 503 Schüler:innen wurden zu jungen Wetterexpert:innen ausgebildet und können nun Wetterdaten analysieren und interpretieren, um ihre Gemeinden mit präzisen Warnungen und Anpassungsstrategien zu unterstützen.
3. Eine Brücke zwischen Österreich und Uganda
Umweltschutz kennt keine Grenzen.
- In 13 virtuellen Austauschrunden vernetzten sich 236 ugandische Schüler:innen mit Gleichaltrigen in Österreich.
- Trotz technischer Hürden konnten wir allein im letzten Projektabschnitt 12 dieser wertvollen Dialoge durchführen.
- Themen des Austauschs waren unter anderem Auswirkungen von Waldrodungen und Wiederaufforstungstechniken.
- Der Dialog förderte das globale Verständnis dafür, dass wir alle im selben Boot sitzen und gemeinsam stärker sind.



Mag.a Diana Leizinger, die Geschäftsführerin des Jane Goodall Institute Austria besuchte zwei der Schulen im vergangenen Jahr und war von der Einsatzbereitschaft der Schüler:innen überwältigt.

Der Besuch dieses Projekts hat mich tief beeindruckt. Zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Verantwortungsgefühl sich junge Menschen für die Aufforstung ihrer eigenen Umwelt einsetzen, ist unglaublich inspirierend. Hier wächst nicht nur ein neuer Wald – hier wächst auch eine Generation, die versteht, wie wichtig nachhaltiges Handeln für eine lebenswerte Zukunft ist. Besonders freut mich, dass dieses Engagement durch Baumpat:innen aus Österreich ermöglicht wurde. Ihr Beitrag zeigt, wie viel wir bewegen können, wenn Menschen über Grenzen hinweg Verantwortung übernehmen.“
Ein Projekt, das weiterwächst
Das EERCAP-Programm ist zwar offiziell abgeschlossen, doch die gepflanzten Samen beginnen gerade erst zu wachsen. In den 24 Projektschulen agieren die Roots & Shoots Clubs nun als eigenständige Zentren des nachhaltigen Wandels.
Die jungen Menschen, die wir in den letzten drei Jahren begleiten durften, sind heute in der Lage, Entscheidungen auf Basis von Fakten zu treffen – für sich selbst, für ihre Gemeinden, für die Zukunft aller Lebewesen und die Umwelt. Das schenkt Hoffnung!

Weitere Eindrücke aus dem Projekt:



Sie wollen einen Baum in Afrika pflanzen, Umweltbildung fördern und das Engagement junger Menschen unterstützen?
Mit einer Baumpatenschaft tun Sie genau das!
Fotos: JGI Uganda
