Wer sehnt sich nicht nach Ruhe und Freiheit? Wer träumt nicht von einem schönen Platz zum Leben? Tchimpounga ist genau so ein Ort. Eigentlich. Die größte Schimpansen-Schutzstation Afrikas ist Heimat für rund 165 Menschenaffen. In den letzten Wochen sind gleich drei neue Schimpansen-Babys dazugekommen, die all unsere Betreuung brauchen. Eine immense Aufgabe.
Doch seit einiger Zeit haben wir große Sorgen in Tchimpounga! An der Grenze zum Schutzgebiet wurden Straßen gebaut, um Bodenschätze und Holz aus dem Regenwald zu holen. Der Lärm und der Eingriff in die Natur machen unseren Schützlingen und den Wildtieren Angst. Wilde Schimpansen sind davor in die Nähe der Schutzstation geflohen. Das Team kann deshalb mit den Schimpansenkindern nicht mehr in den Wald, um sie auf ihr späteres Leben vorzubereiten. Doch die Kinder wollen raus!
Nach intensiver Suche hat Dr. Rebeca Atencia, Leiterin der Station, nun eine Lösung gefunden. Es besteht die Chance auf eine vierte Schutzinsel! Die Jüngsten hätten dort Freiheit und Sicherheit. Viele gerettete Schimpansen könnten dort aufwachsen!

Laufend bekommen wir Anrufe. Es warten viele Schimpansen auf
unsere Hilfe. Die Insel Banga ist ein wahres Paradies und wäre der perfekte Ort für viele Tiere.“– Dr. Rebeca Atencia, Tierärztin & Leiterin der Schutztstation Tchimpounga
Hilfe für den Start auf der Insel Banga
Jetzt müssen wir auf Banga Island noch ein Nachtquartier für unsere Schützlinge, ein Futterlager und eine Unterkunft für die Pfleger:innen errichten. Das kostet eine Menge Geld. Das Glück – in Form einer Insel – und ein artgerechtes Leben liegen so nahe! Doch für die Umsetzung benötigen wir dringend Unterstützung.
Ihre Spende schenkt den Jüngsten Freiraum!
- € 25,- für Hängematten und Stroh
- € 40,- zur Betreuung der Kleinen
- € 60,- für den Bau der Nachtquartiere
DANKE für Ihre wertvolle Hilfe!

Zuletzt kamen vier Neuankömmlinge – einer davon ist Kuseka (im Bild). Hoffentlich kann die Kindergruppe bald in die Waldschule auf Banga Island übersiedeln!
UNRUHE IM PARADIES FÜR GERETTETE SCHIMPANSEN
Anfangs klein und ängstlich…

Als Perrine und Zeze 2019 in die Station kamen, waren die beiden noch nicht einmal zwei Jahre alt,
unterversorgt und gezeichnet von ihrem Schicksal. Sie wurden ihren Müttern entrissen, schwer verletzt
und von skrupellosen Wilderern verkauft. In Tchimpounga teilen sie dieses traurige Schicksal mit 165 Artgenossen.

…aber nun kräftig und mutig!

Die liebevolle Pflege des Teams sowie die intensive, tierärztliche Versorgung heilten ihre schlimmen Wunden. Sie wurden kräftiger und mutiger. Bis vor kurzem unternahmen die Kleinen als
Kindergruppe täglich Ausflüge in ein nahes Waldstück. Sie hatten nicht nur mehr Freiraum, sondern lernten rasch schimpansentypisches Verhalten.
Bedrohung von außen

Seit letztem Jahr gibt es jedoch Aufruhr: Straßen wurden außerhalb des Schutzgebietes gebaut, um
Bodenschätze und Holz abzutransportieren. Wilde Schimpansen kamen aus Furcht vor dem Lärm nahe
an die Grenze von Tchimpounga, weshalb die Kindergruppe keine Ausflüge mehr machen kann. Die fremden Artgenossen würden sie attackieren. Eine Stresssituation für alle!
Aussicht auf Freiheit und Ruhe

Direktorin Dr. Rebeca Atencia verhandelte hartnäckig mit der kongolesischen Regierung für besseren
Schutz. Nun liegt ein Erfolg nahe: eine vierte Schutzinsel. Die Planung einer Waldschule und die Übersiedlung der Kindergruppe auf Banga Island läuft. Doch noch fehlen die Nachtgebäude für
die Kleinen und Pfleger:innen. Die Freude ist enorm, aber auch die Kosten!
Alle sind reif für die Insel – im wahrsten Sinne des Wortes…

Bitte helfen Sie mit, damit die Jüngsten, wie Ada, sicher aufwachsen können.
Fotocredits: © Fernando Turmo
