
Im Greater Gombe Ecosystem in Tansania – unweit des Gombe-Nationalparks, wo Jane Goodall ihre weltberühmten Forschungen begann – wächst wieder Hoffnung: in Form von Setzlingen, die zu Wald, Nahrung und Zukunftsperspektiven werden.
Ziel des „Gombe Reforestation“ Projekts ist es, insgesamt 360.000 Bäume großzuziehen und zu pflanzen – für mehr Biodiversität, bessere Lebensräume für Schimpansen und nachhaltige Einkommensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort.
Ein Netzwerk des Lebens
Im letzten Projekthalbjahr konnten alle 19 revitalisierten Baumschulen ihren Betrieb wieder voll aufnehmen. Gemeinsam mit lokalen Baumschul-Betreuer:innen konnten die über 250.000 vorgezogenen Setzlinge verschiedener einheimischer und standortgeeigneter Baumarten verteilt werden.
Starke Zwischenbilanz
- 250.797 Setzlinge wurden an 1.707 Bäuerinnen und Bauern in 14 Dörfern ausgegeben und deren Pflanzstandort dokumentiert.
- 92.497 Setzlinge wurden auf privaten landwirtschaftlichen Flächen gepflanzt.
- 158.300 Setzlinge wurden in degradierten Flächen von Institutionen (u.a. Schulen und Kirchen) gesetzt – oft als Teil von Agroforstsystemen, die Bodenfruchtbarkeit verbessern und langfristig Erträge sichern.


Damit Aufforstung langfristig wirkt, braucht sie Know-how – und Menschen, die ihr Wissen in den Gemeinden verankern.“
– Diana Leizinger, Geschäftsführerin JGI Austria
Wissen als stärkster Dünger
In einer Auffrischungsschulung für 36 Teilnehmende (31 Männer, 5 Frauen) – darunter Baumschul-Betreuer:innen, Waldmonitore und ausgewählte Mitglieder der Village Natural Resources Committees wurden u.a. folgende Inhalte vermittelt:
- Aufbau und Management von Baumschulen
- Saatgutbehandlung, Aussaat und Pflege
- Verteilung und Dokumentation von Setzlingen
- Sensibilisierung in den Gemeinden
- Record-Keeping und Monitoring
Parallel dazu fanden Informations- und Sensibilisierungstreffen mit lokalen Stakeholdern statt, um die Beteiligung zu stärken und lokale Verantwortung für die Wiederherstellung der Flächen weiter auszubauen.

Herausforderungen – und wie wir versuchen sie zu lösen
Aufforstung ist echte Praxisarbeit und passiert nicht im Labor. Im letzten Halbjahr gab es u.a. folgende Hürden:
- Zu wenige Smartphones verlangsamten die Erfassung – zusätzliche Geräte wurden angeschafft.
- Hohe Arbeitsbelastung in den Baumschulen – Mobilisierung weiterer Mitarbeiter:innen
- Weite Wege zu manchen Pflanzflächen erschweren Monitoring und Betreuung – die Planung der Feldbesuche wird weiter verbessert.
- Regenzeit-Dynamik & Überschwemmungen führten teils zu Verzögerungen – durch laufende Sensibilisierung und flexible Planung konnten Pflanzungen fortgesetzt werden.

Ausblick: Nächste Pflanzsaison im Herbst
Die Vorbereitungen laufen weiter: Baumschulmaterialien und Ausrüstung wurden ergänzt, um weitere 90.000 Bäume für die kommende Regenzeit (September–Dezember 2026) großzuziehen und zu verteilen. Weitere Trainings- und Monitoring-Aktivitäten (u.a. zu Überlebensraten und Wachstum) sind für das nächste Halbjahr geplant.

Sie möchten helfen, den Wald um Gombe zu stärken?
Mit einer Baumpatenschaft für nur 18,- Euro helfen Sie uns noch mehr Setzlinge in die Erde zu pflanzen und weitere Waldkorridore für Schimpansen und das Ökosystem entstehen zu lassen.
Fotos: JGI Tansania

