AUFFORSTUNGSPROJEKT

BURUNDIS GRÜNE HOFFNUNG

Das Projekt wird in drei Gemeinden der Provinz Makamba durchgeführt, wo stark gerodete Berg- und Hügelregionen aufgeforstet werden. In diesen Gemeinden leben auch Schimpansen, deren Lebensraum stetig abnimmt und Mensch-Tier-Konflikte begünstigt. Durch die Aufforstung dieser Regionen soll nicht nur die Nähe zu wilden Tieren vermindert werden, sondern auch der angrenzende Lake Tanganjika vor Sedimentation und Verschmutzung geschützt werden.

Zeitraum: 2021 – 2023

Land: Burundi

Region: Gemeinden Nyanzalac, Vugizo und Mabanda, Provinz Makamba

Ziele:

  • Errichtung von Baumschulen in der Projektregion und Schulung der Gemeinden in der Verwaltung von Baumschulen
  • Herstellung von 77.000 Bananenblatt-Gefäßen für die Setzlinge durch die Gemeinden und Jane Goodall’s Kinder- und Jugendprogramm „Roots & Shoots“
  • Auswahl von Aufforstungsregionen an gerodeten Bergregionen und um Schulen, Verteilung von Setzlingen
  • Pflanzung von 77.000 Setzlingen
  • Umweltbildung und Schulung zu nachhaltiger Landwirtschaft
  • Monitoring des Projekts und nachhaltige Sicherung der Aufforstung

DIE AUSGANGSSITUATION

Im Norden des Lake Tanganjika, jenem See an dem Jane Goodall 1960 erstmalig ihre Reise in den tansanischen Gombe Stream National Park beginnen sollte, liegt der ostafrikanische Staat Burundi. Diese Region ist ein einzigartiges Reservoir an biologischer Vielfalt und von großer ökologischer und auch wirtschaftlicher Bedeutung, denn der Lake Tanganjika gehört zu den ältesten Seen der Welt und jeden Tag sind Millionen von Menschen auf ihn angewiesen.

Landwirtschaftlich geprägt
Burundi ist mit mehr als 11,5 Millionen Einwohner:innen dicht besiedelt und die zunehmenden klimatischen Veränderungen rauben den Menschen vor Ort die Existenzgrundlage: Holz ist die wichtigste Energiequelle und 90% der Menschen sind auf Landwirtschaft angewiesen. Steigendes Bevölkerungswachstem, zunehmende Abholzung, unfruchtbare Böden – ein Teufelskreis, der die Zukunft nachhaltig bedroht und Umweltkatastrophen mit sich bringt.

Bürgerkrieg statt Aufforstung
Erste konkrete Maßnahmen der Regierung zur Revitalisierung der Wälder begannen 1978. Der Anteil an Waldflächen konnte 1978 und 1992 von 3 auf 7 % ausgebaut werden. Aufgrund der anhaltenden Völkermorde und Bürgerkriege wurden alle Bemühungen zunichte gemacht. Bis zum Jahr 2000 sollten die Waldflächen auf 20% des Landes ausgedehnt werden, um den sozioökonomischen und ökologischen Bedürfnissen des Landes gerecht zu werden. Diese Ziele konnten nicht erreicht werden.

PROJEKTDETAILS & HINTERGRÜNDE

Das Projekt wird in drei Gemeinden der Provinz Makamba durchgeführt, wo stark gerodete Berg- und Hügelregionen aufgeforstet werden. In diesen Gemeinden leben auch Schimpansen, deren Lebensraum stetig abnimmt und Mensch-Tier-Konflikte begünstigt. Durch die Aufforstung dieser Regionen soll nicht nur die Nähe zu wilden Tieren vermindert werden, sondern auch der angrenzende Lake Tanganjika vor Sedimentation und Verschmutzung geschützt werden.

Neben der Errichtung von Baumschulen soll die Produktion von Pflanzgefäßen die aus Blättern des Bananenbaumes hergestellt werden eine biologisch abbaubare Alternative zu Plastikbechern darstellen. Die Setzlinge können somit vorgezogen und plastikfrei pikiert werden.

Das Projekt soll die lokale Bevölkerung außerdem für den Schutz der Waldflächen sensibilisieren. Um langfristige Erfolge zu erzielen, wird eng mit lokalen Verwaltungsbehörden der Gemeinden Nyanzalac, Vugizo und Maband zusammengearbeitet.


 

Dieses Aufforstungsprojekt wird gefördert durch: