Fallenentfernung

Lebensrettung für Schimpansen und Wildtiere

Ein Drittel der Schimpansenpopulation Ugandas hat bleibende Missbildungen von Fallen. Im Kibale Nationalpark, dem Regenwald mit der höchsten Primatendichte aller Schutzgebiete Afrikas, sind Teams des Snare Removal Programs seit 1997 im Dauereinsatz um die brutalen Tritt- und Schlingfallen aufzuspüren und zu entfernen. Sie setzen dabei täglich ihr Leben aufs Spiel, denn bei der illegalen Jagd nach Buschfleisch schrecken Wilderer vor nichts zurück.

Doch der Erfolg gibt unseren Rangern die Kraft täglich im 795km² großen Regenwaldgebiet nach Fallen zu suchen: in den letzten zehn Jahren konnte die Anzahl der Fallen mehr als halbiert werden! Zu verdanken ist dies – neben dem unglaublichen Engagement der Teams – der verstärkten Präsenz und Anzahl der Ranger, sowie der besseren Ausrüstung und Ausbildung als noch vor zehn Jahren. Dennoch: jeden Monat finden sie um die 50 Fallen. Zwar machen die Wilderer vornehmlich Jagd nach Büffel oder Antilopen für ihr Fleisch oder Elefanten für ihr Elfenbein, doch die Fallen sind auch für die Schimpansen und andere Primaten gefährlich.

Werden Sie zum Lebensretter durch Fallenentfernung!

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Ganz schön vielfältig und vielfältig, die Arbeit der Ranger! Ihre geschulten Augen erkennen tödliche Schlingfallen, wo andere nur Gräser und Zweige erspähen. Sie leisten erste Hilfe bei verletzten Tieren. Sie speichern alle Fundorte und fügen sie mit Satellitendaten illegaler Tätigkeiten wie etwa Abholzung zu einer Karte der besonders gefährdeten Gebiete zusammen.

Aber das ist noch nicht alles. Genauso wichtig wie ihr sechster Sinn im Regenwald, ist auch ihr Gespür für die Menschen, die am Rand des Nationalparks leben. Unsere Ranger stammen aus diesen Dörfern. Sie kennen die Probleme der Gemeinden, haben ein offenes Ohr und teilen ihr Wissen. In Workshops leisten sie Aufklärung über die strafbare Wilderei und andere illegale Aktivitäten. Sie zeigen Alternativen auf und erarbeiten in der Community Lösungen für Mensch-Tier-Konflikte.

 

Mehr über das Projekt von unserem Kollegen Dr. Peter Appel